Haben uns die Reformatoren und deren Erben heute noch etwas zu sagen?

Zielsetzung

Unser Hauptziel ist es, die Botschaft der Reformation in Deutschland und in anderen deutschsprachigen Gebieten wieder vernehmbar zu machen. Wir möchten das geistliche Erbe der Schrift und des Bekenntnisses verbreiten  und auf diese Weise schriftgemäßes Predigen, dass zu gottgewirkter Glaubenserfahrung führt, fördern; letztlich also Predigten, die den Menschen ehrlich behandeln. Es handelt sich um die Botschaft der freien Gnade - nicht vom Menschen, sondern von Gott her kommend. Die tiefen biblischen Töne von Elend, Erlösung und Dankbarkeit müssen wieder erklingen. Das sind die Grundtöne, die wir nicht nur in Gottes Wort finden (denken Sie zum Beispiel an den Römerbrief), sondern auch in den Schriften von Predigern wie Prof. G. Wisse,  Pfr. G.H. Kersten und Pfr. G. Boer. Nur solches kann die Kirche Deutschlands retten. Dabei erkennen wir: An Gottes Segen ist alles gelegen.

Die Realisierung dieser Zielsetzung erfolgt durch die Herstellung von deutschen Übersetzungen puritanischer Bücher aus dem Englischen und aus reformiert-pietistischer Literatur aus dem Niederländischen. Es ist unser Gebet, dass Kirchen, Pastoren, Gemeindemitglieder und die Gesellschaft im deutschsprachigen Raum auf diese Weise zu ihren Wurzeln zurückkehren. Wir sehnen uns nach einer geistlichen Erweckung im deutschsprachigen Raum.

Neben wortbetrachtenden und homiletischen Werken wurden auch ein katechetische Schrift und ein Psalmbuch veröffentlicht. Letzteres ist ein Neudruck der klassischen deutschen reformierten Psalmenbereimung (1798) des Pfarrers Matthias Jorissen (1739-1823). Aus dieser Psalmenbereimung, die 1798 erschien, wurde bis etwa 1850 in reformierten deutschen Gemeinden gesungen.
Die Not in Deutschland ist groß. Im Jahr 1563 erschien auf Drängen von Friedrich III. von der Pfalz der Heidelberger Katechismus. Mit diesem rein reformierten Trostbuch wollten die Autoren nicht nur dem Volk dienen, sondern auch eine Brücke zwischen Lutheranern und Calvinisten schlagen. Was ist von dieser christlichen Unterweisung in Deutschland noch übriggeblieben? Luther sprach einst folgende eindringliche Worte: “Liebe Deutsche, kauft, weil der Markt vor der Tür ist; sammelt ein, weil es scheint und gut Wetter ist; braucht Gottes Gnade und Wort, weil es da ist! Denn das sollt ihr wissen, Gottes Wort und Gnade ist ein fahrender Platzregen, der nicht wiederkommt, wo er einmal gewesen ist.“
 
Sollte letzteres wahr sein? Wenn ja, dann gibt es weder für Deutschland noch für die Türkei (Kleinasien) Hoffnung. Ist "weg" immer "weg"? Zum Glück nicht! In Deutschland gibt es noch einen Überrest. Ja, wir sehen eine Wolke „wie eines Mannes Hand“ in Deutschland und in der Türkei. Beten Sie, dass der Himmel dunkel werden und ein Gnadenregen erfolgen möge.