Haben uns die Reformatoren und deren Erben heute noch etwas zu sagen?

Warum Unterstützung?

1. Wir als Niederländer haben Deutschland viel zu verdanken.   

Das Land von Martin Luther ist das Gebiet, wo vor 500 Jahren die Reformation ihren Anfang nahm. Es waren Anhänger Luthers, welche die Niederlande in Kontakt mit dem Protestantismus brachten. Andere traten in ihre Fußstapfen, aber die Lutheraner machten den Anfang. Die drei Solas (Sola Scriptura, Sola Gratia und Sola Fide) haben wir also Deutschland zu verdanken. Durch Gottes Güte!
 
Hinzu kommt, dass nach dem Jahr 1517 die Geschichte nicht still stehengeblieben ist. Schüler Calvins liessen sich in der Pfalz nieder. Ihnen haben wir den Heidelberger Katechismus zu verdanken. Das Buch, das im Jahr 1563 erschien, wurde von der Niederländischen Kirche auf der Synode von Dordrecht (1618-1619) angenommen. Mittlerweile hat diese Perle sich über die ganze Welt ausgebreitet.Nach mehr als 450 Jahren hat dieses Werk nichts an Aktualität verloren. Es wird nicht umsonst als "Zions Lern- und Trostbuch" bezeichnet.
 
Es liegt somit gewissermaßen eine Ehrenschuld auf uns. Man könnte es auch eine Liebesschuld nennen. Wir möchten die Schätze der Reformation an die Deutschen "zurückgeben". Wir möchten mit ihnen das Erbe, das wir von ihnen erhalten haben, teilen. Beteiligen Sie sich hieran?
 

2. Deutschland ist zu einem geistlichen Dürregebiet geworden.  

Es ist traurig, aber wahr: Von diesen Schätzen und diesem Erbe ist in Deutschland heute fast nichts mehr übrig geblieben. Der Name Luther wird zwar immer noch erwähnt, aber seine Botschaft wird kaum noch vernommen. Die deutsche evangelische Landkirche ist durch und durch liberal geworden. Die Bibelkritik hat Verheerendes angerichtet. Was ist noch geschehen? In der Reformationszeit kostete ein Sündenablass noch Geld. Professor Dr. Georg Huntemann, der im Jahr 2014 verstarb, sprach hier von „billiger Gnade, die heutzutage ungefragt über die Welt ausgeschüttet wird”. Hier und da gibt es noch Einige, die das Wort der freien Gnade lieben. Diese finden sich manchmal noch innerhalb der evangelisch-lutherischen Kirche, meist jedoch außerhalb. Die Bibel wird glücklicherweise in den sogenannten Freikirchen noch geöffnet, aber leider ersetzt der "freie Wille" oft die freie Gnadenwahl Gottes.
 
Zwischenzeitlich ist auch der Heidelberger Katechismus zu totem Kapital geworden. Während dieser in den Niederlanden noch immer Frucht bringt, gibt es fast keinen Deutschen mehr, der den “einfachen Heidelberger“ ( Kohlbrügge) kennt. Das geistliche Erbe von Zacharias Ursinus und Casper Olevian ist zu einem vergessenen Buch geworden. Deutschland ist ein wohlhabendes Land, aber in geistlicher Hinsicht ist dieses Land mit seinen etwa 80 Millionen Einwohnern zu einer Steinwüste geworden. 
 
Soll uns das nicht berühren? Deutschland liegt in unserer Nähe. Wir müssen keine weite Missionsreise unternehmen, wenn wir etwas für Deutschland tun wollen. Die Deutschen sind unsere engsten Nachbarn. Sollten wir uns etwa für andere Länder und Kontinente engagieren und unsere Nachbarn im Stich lassen? 
 

3. Es gibt viele Möglichkeiten, etwas für Deutschland zu tun. 

Die Stiftung Freunde von Heidelberg und Dordrecht konzentriert sich vor allem auf die Verbreitung von Literatur. Dazu nutzen wir unsere Kontakte nach Deutschland (zu bibeltreuen Verlagen, Organisationen und Personen). Schriften der englischen Puritaner und aus der niederländischen Reformationsbewegung werden in die deutsche Sprache übersetzt und publiziert. Auch reformierte Schriften mit deutschem Ursprung finden so ihren Weg. 
 
Seit kurzem richten wir unseren Fokus auch auf die Nachhaltigkeit unserer Arbeit. Es ist ja nicht alleine damit getan, dass Bücher veröffentlicht werden. Es geht auch darum, dass sie beim Leser „ankommen“ und letztlich verstanden werden. Wir bleiben also am Ball bei den Verlagen. Wir nehmen zudem an Konferenzen und Seminaren wo Christen und Gemeindeverantwortliche zusammenkommen Teil, um zu lernen und sich ausrüsten zu lassen. 
 
Natürlich konzentrieren wir uns auch auf deutschsprachige Gebiete wie Österreich und einen Teil der Schweiz. Wir arbeiten auch in der Türkei. In diesem fast vollständig islamisierten Land führen rund 100 kleine protestantische Gemeinden eine weitgehend versteckte Existenz. Wir freuen uns, dass wir ihnen mit Literaturangeboten helfen können. Auf solche Weise können wir das Beste aus unserer reformierten Tradition an diese weitergeben. Helfen Sie mit? Beten Sie mit? 
 
Jugendliche für Deutschland und andere Länder
Wir würden gerne mehr jüngere Menschen in diese gute Arbeit einbinden. Es gibt Dinge, die gerade junge Leute sehr gut machen können. Was sind dies für Dinge? Wir werden auf diese Frage zurückkommen (siehe unter "Jugendliche").