Haben uns die Reformatoren und deren Erben heute noch etwas zu sagen?

Ausblick

Innerhalb unserer Stiftung gibt es erfreuliche Entwicklungen. Im Frühjahr 2017 haben die Freunde von Heidelberg und Dordrecht eine Sonderausgabe des Heidelberger Katechismus herausgegeben. Hierin richten wir die Aufmerksamkeit auf einige denkwürdige Ereignisse aus der Vergangenheit. In 2013 lag es 450 Jahre zurück, als der Katechismus zum ersten Mal veröffentlicht wurde. 2017 gedachten wir des 500-jährigen Reforamtionsjubliäums. Und in 2018 war es 400 Jahre her, dass die Synode von Dordrecht stattfand. In diesem Büchlein werden all diese Ereignisse behandelt und für ein breiteres Publikum zugänglich gemachtes. Darüber hinaus ist dies als Willkommensgeschenk für neue Spender und Newsletter-Empfänger vorgesehen. Zudem hoffen wir auf diese Weise unseren Spenderkreis weiter auszuweiten zu können.
 
Die Stiftung darf schon seit seit Jahren viel und gute Arbeit tun - vor allem für unser Nachbarland Deutschland. Wir betrachten dies als eine Ehrenschuld gegenüber dem Land, aus dem wir so viele Schätze aus der Reformation erhalten haben, wohingegen diese dort leider weitestgehend verloren gegangen sind. Viele Werke aus der Reformation, weitergehenden Reformation (Nadere Reformatie) und dem Puritanismus wurden seitdem übersetzt und veröffentlicht. Wir sind aber auch zugleich besorgt. Denn für die vielen Bücher, die eine Übersetzung wert sind, finden sich kaum Übersetzer, die diese aus dem Niederländischen oder dem Englischen ins Deutsche übertragen können. Auch hier gilt: "Die Ernte ist groß, der Arbeiter aber sind wenige." Wie großartig wäre es, wenn wir das Wort des Herrn Jesus in die Praxis umsetzen könnten: "Bittet den HERRN der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte."
 
Es ist auch nicht einfach, mehr Mitarbeiter zu bekommen, obwohl es hoffnungsvolle Entwicklungen gibt. Diese Berater besuchen Schulen, Vereine, Gesangsabende, Familienmessen usw., um die Arbeit der Stiftung zu fördern und neue Spender zu gewinnen. Für 2018 wurden mehrere Messen und Märkte geplant.
 
Die Stiftung verfügt in Deutschland über eine Reihe guter Kontakte, die uns bei der Verbreitung der Literatur helfen. Zudem wird einer gewissen Anzahl konservativ geprägter Studenten theologisch-reformierte Literatur zur Verfügung gestellt. Solche Studenten erhalten keine Unterstützung von der reichen Landeskirche Deutschlands. Es gibt auch einen Kontakt in die Türkei. Eine Reihe von Büchern wurde seitdem auf Türkisch übersetzt und veröffentlicht.
 
Im Herbst 2016 fand unter Leitung des neuen Sekretärs ein Gedankenaustausch über das Gesamtkonzept und den Zweck der Stiftung statt. Es wurde vereinbart, dass die Öffentlichkeitsarbeit für Deutschland und die Niederlande weiter entwickelt werden soll – hierzu diente unter anderem ein Flugblatt. Zudem sollten für die bereits übersetzten Bücher in Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern weitere Absatzkanäle identifiziert werden. Wir möchten unsere Mitglieder nicht allein umfassender informieren, wie wir die eingegangenen Beträge ausgeben, sondern auch betonen, dass wir gegenüber den Ländern, denen wir das Erbe der Reformation verdanken, verpflichtet sind.
 
In nächster Zeit werden einige Bücher veröffentlicht. Es handelt sich um drei Bücher von H. van Dam: eine Kinderbibel, sowie eine Kirchengeschichte und ein Katechismus für Kinder. Ein Nachfolgeprojekt zu Matthew Henry wurde ebenfalls gestartet. Als nächstes erscheinen Werke von Willem Teellinck und John Bunyan und eine Zusammenfassung von Brakels “Der vernünftige Gottesdienst” (“De Redelijke Godsdienst”)