
Politischer Kampf zwischen Dämon und Gott.
Diese christliche Ethik der Politik – ein Kompendium über das Verhältnis zwischen Bürger und Staat, zwischen christlicher und weltlicher Autorität – ist einzigartig. Künneth, der sich auf biblische und reformatorische Prinzipien stützt, beleuchtet die zentralen Fragen der politischen Ethik. Er untersucht das Staatswesen selbst, definiert die Rechte und Pflichten eines Christen innerhalb des Staates und beleuchtet die Themen Krieg und Frieden, Gewalt und Terror. Aber auch das Ethos des Christen im Staat – Ehre, Gehorsam, Verantwortung und Gewissen – wird gründlich untersucht. Ebenso werden die Problematik des politischen Engagements in politischen Parteien und die Rolle der Kirche in der politischen Arena behandelt.
In seinem Vorwort zur Neuauflage dieses Werks schreibt der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein Folgendes:
Künneth, ein herausragender Theologe und Denker des 20. Jahrhunderts, erlebte die Verbrechen des Nazi-Regimes und das Versagen großer Teile des Protestantismus, wo sich viele – nicht nur deutsche Christen – mit den Nazis abgefunden hatten oder sich zumindest nicht laut und mutig genug gegen deren Verbrechen ausgesprochen hatten. In seinem Buch verbindet er tiefgründige biblische und theologische Reflexion mit einer scharfsinnigen Analyse der politischen Realität und mit der These, dass politische Macht stets in der Spannung zwischen dämonischer Verführung und göttlicher Berufung gefangen ist. Er bietet eine einzigartige Perspektive, die sowohl Gläubigen als auch politisch Interessierten Stoff zum Nachdenken gibt.
Was dieses ethische Werk so besonders macht, ist Künneths Stil: wissenschaftlich fundiert, aber gleichzeitig praktisch und leicht verständlich. Konkret, aber nicht auf die aktuelle Politik ausgerichtet. Direkt, aber zeitlos. Kurz gesagt: ein Klassiker.
Hardcover, 624 Seiten
Format: 16,5 x 23,5 cm