Haben uns die Reformatoren und deren Erben heute noch etwas zu sagen?

Sind religiöse Gefühle zuverlässige Anzeichen für wahren Glauben ?

Sind religiöse Gefühle zuverlässige Anzeichen für wahren Glauben ?
Dieses Buch mit dem englischen Titel "Religious Affections" von Jonathan Edwards ist ein Klassiker, der weltweit seit Jahrhunderten gelesen und geschätzt wird und trotzdem für unseren Kulturkreis geschrieben sein könnte. Zu seiner Zeit breitete sich die "Große Erweckung" aus und damit traten viele Fälschungen der echten Erweckung auf. Deshalb war Edwards darauf bedacht, die Falschheit einer Religiosität zu entlarven, die im Grunde in Selbstliebe wurzelte und damit "fleischlich" war. Er sah sie als Exzesse einer extremen Gefühlsbetontheit an.

Andererseits gibt es eine Art äußerer Praxis ohne inneres Erleben, welche aus der Sicht Gottes keinen Wert hat. Sie ist zu nichts gut. Das Evangelium muss sich durch Veränderungen in unserem Charakter zeigen, die durch selbstlosen Dienst sichtbar werden, in einer Kultur, die das ICH verherrlicht

Wenn wir unseren Glauben nicht ernst nehmen und wenn wir unseren Wollen und unsere Neigungen nicht intensiv ausüben, hilft uns das nicht. Religiöses Leben besteht aus zu großen Dingen, als dass wir lau sein könnten. Echte Religiosität ist immer eine dynamische Sache.

Empfindungen sind die treibende Kraft menschlicher Handlungen. Der Schöpfer des menschlichen Wesens stattete den Menschen nicht nur mit Empfindungen aus, sondern er machte sie zur Grundlage menschlichen Handelns.

In der Schrift wird heiliges Verlangen oft als wichtiger Teil eines echten Glaubenslebens erwähnt, welches sich in Sehnsucht und Hungern und Dürsten nach Gott ausdrückt: "Auf deinen Namen und dein Gedenken war das Verlangen der Seele gerichtet" (Jes 26,8).

ISBN: 978-3941988736
3L Verlag, Waldems; 2012
Jonathan Edwards
€ 10,50

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