Haben uns die Reformatoren und deren Erben heute noch etwas zu sagen?

Aktuell

Die aktuelle kirchliche Situation in Deutschland
Die evangelischen Landeskirchen in Deutschland (EKD) haben sehr wenige aktive Mitglieder. Sie wurden 2010 von der katholischen Kirche, der jetzt größten Kirche in Deutschland, eingeholt. Trotz der Missbrauchsskandale schrumpft die katholische Kirche deutlich langsamer als die evangelische Kirche. Nach einer Schätzung von 2010 gehören 29% aller Deutschen zu einer evangelischen Landeskirche und 30% zu der katholischen Kirche. Zwar haben die evangelischen Landeskirchen in Deutschland immer noch beinahe 24 Millionen Mitglieder, doch jedes Jahr kehren rund 150.000 Mitglieder der Kirche den Rücken. Der hohen Sterberate steht die kleine Zahl der Getauften gegenüber. Bis zum Jahr 2030 erwartet die EKD ein Schrumpfen der Mitgliederzahlen um ein Drittel auf ungefähr 17 Millionen.
Diese Studie hat allerdings ein Ergebnis, das noch weitaus alarmierender ist: Von diesen Mitgliedern besucht nur eine verschwindende Minderheit die Gottesdienste. Im Jahr 2012 besuchten im Durchschnitt nur 3,5% der Mitglieder einen wöchentlichen Gottesdienst in einer evangelischen Kirche. Das bedeutet nun, dass 96,5% der Mitglieder es nicht mehr für nötig oder sinnvoll halten, den Gottesdienst zu besuchen. Diese „Turn-out-Rate“ macht den großen geistlichen Notstand sichtbar, der in den Landeskirchen herrscht. Es scheint, dass sogar bei den Mitgliedern die Meinung herrscht, dass dort kein lebendiges Wasser zu finden ist, dass ihnen Kraft für das alltägliche Leben schenkt. Man kann daraus den Schluss ziehen, dass nicht einmal 1 Million Menschen in Deutschland aktive Mitglieder der evangelischen Landeskirchen sind.
Organisatorisch gelingt es den an die EKD angeschlossenen Kirchen allerdings noch sehr gut, ihren Niedergang zu verschleiern, denn die Kirchensteuer garantiert immer noch einen überfließenden Strom an finanziellen Mitteln, die den enormen personellen Apparat der Kirche aufrecht erhalten. Ohne dieses Zwangssystem der Kirchensteuer, die von oben her auferlegt wird, würden die Landeskirchen in kurzer Zeit finanziell nicht mehr lebensfähig sein.
Eine Kurskorrektur der evangelischen Kirche zurück zu den Fundamenten des historischen Christentums, der schriftgebundenen Lehre der Reformation und einer konservativen Ethik ist nicht mehr zu erwarten. An den theologischen Fakultäten dominiert die historisch-kritische Bibelauslegung und die modernen, liberalen Theologen haben die Leitung der Kirchen fest in ihren Händen. Mit dem fortschreitenden Niedergang der EKD ist zu beobachten, dass die Glaubensgrundlage immer schwächer wird und dass sich das Zeugnis der Bibel in sein Gegenteil verändert.
Neben den evangelischen Landeskirchen gibt es noch die evang. Freikirchen, die schätzungsweise etwa 1 Million Mitglieder haben. Ungefähr die Hälfte davon dürfte  eine arminianische Glaubensbasis haben. Nur eine kleine Minderheit bekennt sich in der Gnadenlehre zu den klassischen reformierten Bekenntnissen.
17-mei
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Kritische Rezension des Buches: „Warum ich weder Calvinist noch Arminianer bin“ (CMD, Wilfried Plock, Hünfeld 2017) Ende 2017 ist in Deutschland ein Buch erschienen...
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16-okt
Mehr als 27.000 deutsche Übersetzungen verkauft!
Dankbar teilen wir mit, dass nun mehr als 27.000 deutsche Übersetzungen verkauft sind!
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16-okt
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